Untersuchung zu Erzählprosa: Berlin Mitte der 90er Jahre (2005)
Tags: Berlin, Berlin Literatur, Stadtraum, Wende.Im Mittelpunkt der Arbeit stehen zwei „Berlin-Romane“ der 90er Jahre, Inka Pareis Schattenboxerin und Richard Wagners In der Hand der Frauen. Sie geht der Frage nach, „wie die historische Umbruchsituation in Berlin Mitte der 1990er Jahre literarisch bearbeitet wird“. Dabei stellt sich heraus, dass Stadt-Raum und Protagonisten in vielfacher Weise und mehrfacher Ebene miteinander verflochten sind.
Seit der politischen Wende 1989/90 ist eine Vielzahl von Prosa-Texten erschienen, die in Berlin spielen bzw. in denen Berlin eine zentrale Rolle spielt. In der Tat scheint eine „Berlin-Roman-Unbefangenheit“ (Schäfer 1996, 131) zu herrschen. Berlin übt als Schauplatz und Sujet auf deutschsprachige Autorinnen und Autoren unterschiedlichster Generationen in den 1990er Jahren eine Faszination aus. Dies lässt sich mit der spezifischen Kopplung von Großstadt und historischer Dimension des städtischen Raums in Berlin erklären. (…)
Darüber hinaus ist zu fragen, wie sich die Thematisierung Berlins in den zu untersuchenden Romanen in die literaturwissenschaftliche Auseinandersetzung um die Berlin-Literatur nach der Wende einfügen lässt. Dabei soll sich zu der These ver-halten werden, dass sich die Berlin-Literatur der 1990er Jahre grob in zwei Gruppen einteilen lasse: auf der einen Seite das Schreiben der älteren Generation mit einem starken historischen Bezug, auf der anderen Seite die Werke der jüngeren Generation, die Berlin vorwiegend als Kulisse für ihre Erlebnisse benutzt.
Download: berlin-romane-ines-wallrodt.pdf
Ines Wallrodt hat diese Arbeit 2005 an der Freien Universität Berlin in Germanistik geschrieben. Kontaktiert kann sie über ines.wallrodt(bei)gmx.de werden.
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