In der Hausarbeit wird ein Teil des Diskurses um das Kopftuchverbot untersucht, der sich nach Selbstaussage als antirassistisch versteht. Die Arbeit beschränkt sich dabei auf auf zwei Quellenbündel: Die Debatte in der „kritischen Wochenzeitung“ Freitag vom 16. Januar bis 05. März 2004 und die Diskussion um den “Aufruf wider eine Lex Kopftuch“ von Marieluise Beck u.a. Während sich die erste Debatte besonders um die Frage nach Integration(spraxen) von Muslim_innen dreht, geht es in der zweiten eher um das Verhältnis von Sexismus und Multikulturalismus. Die Arbeit untersucht dann am Beispiel dieser beiden Diskussionen die verbale Strategie der Nicht-Benennung Deutscher, Weißer und sexistischer Norm/alität. Es wird aufgezeigt, dass Nicht-Benennungen von Normen nicht nur hegemonial-rassistischen Diskursen vorbehalten sind, sondern auch Diskursen mit antirassistischem Anspruch häufig tief in der Gesellschaft verankerte Normvorstellungen zu Grunde liegen und diese reproduzieren.

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Diese Hausarbeit wurde 2006 am Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften der Humboldt-Uni Berlin von Rona Torenz geschrieben - Kontakt: rona(bei)riseup.net


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