Im ersten Teil der vorliegenden Arbeit erfolgt zuvorderst die Dekonstruktion der gewalt(tät)igen Erzählungen vom einen und universalen Frieden, wobei die These vertreten wird, dass sich die Post-Moderne in ihrem fortwährenden Bestreben, die Moderne zu überwinden, nicht wirklich von dieser unterscheidet, lediglich die Imperative andere, zeitgemäßere geworden sind. Der zweite Teil widmet sich (angelehnt an Vattimos Konzept der Verwindung) dem Versuch, selbigen gleichsam (schwache) Verzählungen von den kleinen Frieden entgegenzustellen– dies der Auffassung geschuldet, dass es die Frieden bereits gibt, immer gegeben hat, wir uns lediglich unserer Faszination für das Spektakuläre und vor allem Große entbinden müssen, um sie dergestalt auch wahrzunehmen. Hierfür freilich ebenfalls unabdingbar das Abgehen vom utopistisch/misanthropisch verbrämten Heilsfrieden, der immer erst kommen muss und doch nie sein darf, hin zum Plädoyer für das Unvollkommene, für unsere eigenen Vor-Stellungen diesseits des Ou-topos.

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Diese Magisterarbeit wurde von Julia Hölzl 2004 im Fach Philosophie an der Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften der Universität Wien geschrieben (siehe auch ihre Hausarbeit). Sie ist per E-Mail zu erreichen: julia.hoelzl(bei)gmx.at


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