Überprüfung der Freiwirtschaftstheorie (2003)
Tags: Arbeitslosigkeit, Geld, Kapitalismus, Wirtschaft.Disclaimer: Es ist umstritten, ob die Freiwirtschaftstheorie “links”, emanzipatorisch und progressiv ist. Die Kritik reicht von “verkürzter Kapitalismuskritik” (Robert Kurz) bis zu Antisemitismus-Vorwürfen. Ein Überblick über die Kontroverse bietet der Wikipedia-Artikel zum Thema. Der Autor der vorliegenden Arbeit beschreibt seine Motivation wie folgt:
Die Freiwirtschaftstheorie bietet eine alternative Sicht auf das kapitalistische Wirtschaftssystem: Sie analysiert die Vorgänge innerhalb der Ökonomie aus Sicht des Geldes. Aus dieser Sicht bietet sie Erklärungsansätze für kritikwürdige Phänomene der Ökonomie:
- den Wachstumszwang der Volkswirtschaften
- den Renditezwang bei Investitionen
- die Umverteilung von Arm zu Reich
- den permanenten Geldmangel
- Arbeitslosigkeit und zyklische Wirtschaftskrisen
Inwieweit die Aussagen der Theorie zutreffend sind, könnte experimentell festgestellt werden. Die Arbeit beschreibt die Theorie und befaßt sich damit, wie solch ein Experiment gestaltet sein könnte.
Aus dem Vorwort der Arbeit: Im Jahr 2003 befindet sich nicht nur Deutschland, sondern der Großteil der Weltwirtschaft in einer Krise. Der Verschuldungsstand der Staaten, Unternehmen aber auch Privatpersonen erreicht besorgniserregende Höhen, auch die Anzahl der Unternehmenspleiten steigt drastisch. Als Grund wird mangelndes Wirtschaftswachstum genannt. Bereits 1972 wies der Club of Rome auf die Grenzen des Wachstums hin, doch scheint die Wirtschaft ohne Wachstum in Krisen zu verfallen. Die Hauptauswirkung Massenarbeitslosigkeit betrifft Millionen Menschen. Aber warum muss die Wirtschaft wachsen, selbst wenn sie so weit entwickelt ist, dass sie, wie in Deutschland, bei einer Bevölkerung von 82.540.000 (Stand Dezember 2002) ein Bruttoinlandsprodukt von 1989,7 Mrd. Euro, also 24.100 Euro pro Kopf, erwirtschaftet ?
Die derzeit vorherrschenden Erklärungen für die genannten Probleme führten bislang nicht zu ihrer Lösung. Deshalb ist es nötig, neue Ansätze zu finden. Die in der vorliegenden Arbeit vorgestellten Thesen der Freiwirtschaftstheorie bieten eine neue Sicht auf verschiedene wirtschaftliche Probleme. Die Freiwirtschaftstheorie, welche die Ursache der Krisen in der Zirkulationssphäre des Geldes sieht, bietet zudem innovative Lösungsvorschläge. Bislang wurden diese jedoch noch nicht in einem wissenschaftlich begleiteten Experiment überprüft. Ein solches wäre jedoch wichtig, um den Lösungsvorschlag der Freiwirtschaftstheorie und dessen erwartete Auswirkungen zu untermauern oder zu widerlegen.
Der erste Teil der Arbeit bietet neben dieser Einleitung einen historischen Überblick über die Freiwirtschaftstheorie, ihre politische Bewegung sowie deren derzeitige Entwicklungen.
Das zweite Kapitel befasst sich mit den theoretischen Grundlagen der Freiwirtschaftstheorie. Diese legt den Schwerpunkt ihrer Betrachtung auf die Zirkulationssphäre des Geldes. Es wird gezeigt, welche weitreichenden Auswirkungen das heutige Geldsystems nach Aussage der Freiwirtschaftstheorie hat.
Im dritten Teil der Arbeit wird auf vergangene und aktuelle Experimente eingegangen, denen die Freiwirtschaftstheorie zugrunde liegt. Anhand der bei diesen Experimentengemachten Erfahrungen werden Vorschläge für ein neues, wissenschaftlich begleitetes Experiment gemacht, welches die Aussagen der Freiwirtschaftstheorie überprüfen soll.
Download: Eine experimentelle Überprüfung der Aussagen der Freiwirtschaftstheorie
(externer Link)
Siehe auch: www.geldreform.de
Diese Diplomarbeit wurde 2003 von Nobert Rost im Fach Wirtschaftsinformatik an der Technischen Universität Dresden
eingereicht. Erreichbar ist er per E-Mail über norbert.rost(bei)netscraper.de
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